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Fachkongress

„Auf dem Weg zur Bilingualität“

03. Mai 2013, 9.45 bis 17.30 Uhr, Yverdon-les-Bains
präsentiert vom Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS

Der Umgang mit und die Inklusion von hörbehinderten Kindern sind Themen, die auch den Schulbetrieb betreffen. Spracherwerb und Sprachgebrauch sind für die Entwicklung hörbeeinträchtigter Kinder von enormer Bedeutung und bringen grosse Anforderungen für das Umfeld des Kindes mit sich. Sprache hat nicht nur eine kognitive Funktion, in dem sie das Denken und die Aufnahme von Wissen ermöglicht, sondern trägt auch eine soziale, kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung. Sprache bedingt damit ganz wesentlich die Möglichkeiten der Inklusion.

Die Hauptthese in der Hörgeschädigtenpädagogik lautet: Ohne den „optionalen Zweig“ mit der Gebärdensprache neben der Lautsprache, genannt Bilingualität, ist Inklusion faktisch nicht möglich. «Die inklusive Beschulung mit Gebärdensprache wird einer der Knackpunkte sein, an dem sich zeigen wird, ob das Konzept einer Schule für alle realistisch ist oder doch Utopie bleibt», sagt Prof. Dr. Claudia Becker (2012) von der Humboldt Universität in Berlin. Bilingualität und Gebärdensprache wird nicht als Korsett oder Zwang verstanden, sondern als Möglichkeit und als zusätzliche kognitive und sozial-emotionale Ressource, auch zur Entlastung der Eltern und Lehrer. Qualitätskriterien müssen jedoch eingehalten werden.

Der Kongress «Auf dem Weg zur Bilingualität» des Schweizerischen Gehörlosen¬bundes SGB-FSS beleuchtet Fragen rund im die Themen Bilingualität und Inklusion. Neben Frau Professor Dr. Claudia Becker werden u.a. Prof. Dr. Gisela Szagun (London University College), Prof. Dr. Gottfried Diller (Dekan der Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Prof. Dr. Martin Meyer (Universität Zürich) neuste Erkenntnisse präsentierten.

Betroffene, Eltern, Therapeuten, Sonderpädagogen und Fachleute sowie Interessierte sind herzlich eingeladen.

Information und Anmeldung unter:
www.yverdon2013.ch

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